Öle die man sienem Hund geben kann..



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Bitte maßvoll dosieren!

Im Zweifel.... bitte Tierarz/ärztin oder Ernährungsberater/in befragen.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Vollständigkeit und die absolute Richtigkeit aller Angaben.

Grundsätzlich benötigt der Hund zwei Arten an Fettsäuregruppen:
Die sogenannten Omega-3-Fettsäuren und die Omega-6-Fettsäuren.
Wichtig ist, dass beide in einem ausgewogenem Verhätnis zueinander stehen.

In dem Fleisch, das heute für die Hundefütterung verwendet wird, sind hauptsächlich Omega-6-Fettsäuren enthalten.
Im Gegensatz zu den Beutetieren, die den Vorfahren unserer Haushunde als Nahrung dienten.

Beim Fleisch von Nutz- und Schlachttieren ist die Zufuhr von Ölen mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren besonders wichtig.
Grundsätzlich sollte zur Hundefütterung nur kaltgepresstes (natives) Öl verwendet werden, da bei der Warmpressung die wertvollen Fettsäuren zerstört werden.

Beim Kauf von Ölen zur Hundefütterung sollte nicht allein der Kaufpreis ausschlaggebend sein:
Billige Öle sind oft Schadstoffbelastet.

Hochwertige Öle sind leider nicht lange lagerfähig und sollten innerhalb von etwa drei Monaten kühl und dunkel aufbewahrt werden, da sie sonst ranzig werden können.



Distelöl:
gehört zu den linolsäurereichsten Pflanzenölen. Es wurde besonders in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts häufig vorbeugend bei Arteriosklerose verabreicht. Daneben hat Distelöl einen äußerst hohen Vitamin E -Gehalt und wird deshalb gern als natürliche Quelle für Antioxidantien genutzt. Da die Linolsäure auch zu den Omega-6-Fettsäuren zählt, sollte man Distelöl seltener füttern.

Erdnussöl:
enthält mehrfach ungesättigte Linolsäure, je nach Herkunft verschieden hoch.

Hanföl:
hat den höchsten Anteil an mehrfach ungesättigten Ölen, davon 2% Gammalinolensäure, je nach Anbaugebiet um die 80%. Durch seinen, unter den pflanzlichen Ölen, höchsten Gehalt an wertvollen essentiellen Fettsäuren, besonders Omega 3 und 6, gilt Hanföl als mit eines der am wertvollsten Öle. Der Gehalt an recht seltener Gamma-Linolsäure, Vitamin E, Mineralstoffen, zweifach sowie dreifach ungesättigter Alpha-Linolsäure

Haselnussöl
enthält viele Omega-6-Fettsäuren. So viele, wie der Hund gar nicht benötigt. Allerdings ist es reich an Vitamin E.

Kokosöl (Fett):
hat einen hohen Anteil an Laurinsäure. Die Laurinsäure ist in der Lage, verschiedene Krankheitserreger, wie Bakterien, Viren und vermutlich auch Pilze, zu bekämpfen, aber auch bei Arterienverkalkung, Übergewicht und Schilddrüsenunterfunktion kann es eine Rolle spielen.

Kürbiskern Öl:
enthält viele Omega-6-Fettsäuren. Man sollte es also selten füttern. Kürbiskern Öl wird traditionell gegen Prostatabeschwerden bei männlichen Tieren verwendet. Die im Kürbiskern Öl vorkommenden Phytosterine sind in der Lage, das Prostata-Wachstum zu hemmen. Ebenso wird Kürbiskern Öl gegen die Reizblase bei weiblichen Tieren verabreicht.

Lachsöl:
Es ist reich an Omega-3-Fettsäuren, die durch regelmäßige Einnahme die Fließeigenschaften des Blutes verbessern können, eine Verengung der Blutgefäße (Bluthochdruck) vermindern, erhöhte Blutfettwerte auf ein normales Maß reduzieren und dadurch Risikofaktoren der Arteriosklerose, des Herzinfarkts und Schlaganfalls, minimieren Wenn im Körper ein Mangel an Fettsäuren entsteht, kommt es zu Mangelerkrankungen, die bei Hunden eine Schwächung des Immunsystems hervorrufen können. Lachsöl ist besonders geeignet für Hunde mit Haut- und Fellproblemen wie z.B. bei Allergien, trockener Haut, Haarausfall, Juckreiz, Schuppen und mattem Fell. Es hat eine sehr positive Wirkung bei Hunden und Katzen mit Gichtproblemen, Allergie (besonders bei Allergien gegen Zeckenbisse), es stärkt das Immunsystem und bewirkt eine Verminderung des Herz- Kreislaufrisikos.

Lebertran:
wird aus der Leber des Fisches gewonnen. Er enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren und besonders hohe Mengen Vitamin A und D sowie Jod, Phosphor und Vitamin E. Außerdem hat er einen großen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und eignet sich somit sehr gut für die Fütterung. Lebertran wirkt sich positiv auf den Knochenbau aus. Er erhöht die Widerstandskraft gegen Infektionen. Vitamin A fördert das Wachstum und schützt Haut und Schleimhäute, fördert das Sehpurpur des Auges, wovon die Fähigkeit, im Dunkeln zu sehen, abhängig ist. Vitamin D ist für einen normalen Kalkstoffwechsel notwendig sowie für eine normale Verkalkung von Knochen und Zähnen .Zur Rekonvaleszenz sowie zur Verhütung von Rachitis. Lebertran darf nicht überdosiert werden, da die fettlöslichen Vitamine A und D bei zu hohen Verzehrmengen toxisch sein können.

Leinöl:
enthält ca. 50% Alpha-Linolensäure (mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure), Linolsäure (14%), Ölsäure (18%), wenig Vitamin E. Empfindliches Öl, nicht erhitzen (Alpha-Linolensäure!) Hoher Gehalt an essentiellen Fettsäuren, insbesondere Linolensäure. Die Fettsäuren bestehen zu 65% aus Omega-3-Fettsäuren. Es hilft bei Entzündungen im Verdauungstrakt, bei Allergien, bei Ekzemen und trockener Haut. Leinöl kann aber auch bei Stuhlverhärtung und bei katarrhischen Entzündungen von Magen und Darm helfen. Es wird aufgrund seines hohen Linolensäureanteils traditionell gegen entzündliche Rheumaerkrankungen eingesetzt. Es schützt das Herz- Kreislaufsystem, verringert das Risiko der Verklumpung von Blutplättchen und senkt erhöhte Cholesterin- und Blutdruckwerte.

Maiskeimöl:
sehr Omega-6-haltig und weniger Omega-3-haltig. Somit ist es für die Hunde Ernährung nicht besonders wertvoll. Allerdings hat es einen hohen Vitamin E-Gehalt. Kann somit als Antioxidationsmittel dienen.

Nachtkerzenöl
soll aufgrund des hohen Gehalts an Gamma-Linolensäure (mit einem Anteil von bis zu 22%) gegen viele Krankheitsbilder helfen, so unter anderem bei Hauterkrankungen, Arthritis, Asthma, Allergien oder auch Verdauungsstörungen. Außerdem enthält es wichtige Aminosäuren und Mineralien sowie Vitamine, darunter auch Vitamin E.

Rapsöl:
mit höchstem Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (65 g/100 g Ölsäure), Omega 6 - Fettsäure (20% Linolsäure), 10% Omega-3-Fettsäure (Alpha-Linolensäure) und mittlerem Vitamin- E-Gehalt ( 23 mg/100 g) und Vitamin A 3 mg/100 g). Nur 7% sind gesättigte Fettsäuren, 85% sind einfach ungesättigte Fettsäuren. Es sollte nur raffiniert verwendet werden. In Bezug auf die Zusammensetzung entspricht das Öl den Empfehlungen der DGE. Die neuen Sorten (00-Raps) enthalten kaum noch die bittere Erucasäure und Glucosinolate. Letztere können, im Presskuchen verfüttert, bei Hunden Stoffwechselstörungen hervorrufen.

Sesamöl:
der Anteil der ungesättigten Linolsäure beträgt ca. 51 %. Sesamöl kann etwas, das andere Pflanzenöle nicht können: Es kann als einziges Pflanzenöl Giftstoffe, die sich im Fettgewebe ablagern, herauslösen. Daher ist es für Entschlackungs- und Frühjahrskuren besonders gut geeignet. Es soll ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel und die Blutfettwerte haben. Die enthaltene Linolsäure ist für den Aufbau der Zellwände unabkömmlich. Weiterhin fördert es die Durchblutung und schützt die Haut vor vorzeitiger Alterung. Sesamöl enthält viele Omega-6-Fettsäuren, daher nicht zu oft füttern !

Sojaöl:
enthält 2% Lecithin, Vitamin E, K, Phytosterine, Omega-3-Fettsäure (8 % Alpha-Linolensäure), Omega 6 - Fettsäuren (Linolsäure 54%), alle essenziellen Aminosäuren, aber nur wenige gesättigte Fettsäuren. Sojaöl hat einen hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren und ist somit weniger für die Hundefütterung geeignet. Der Anteil an Phosphatiden ist im Sojaöl sehr hoch. Das bekannteste Phosphatid ist Lecithin. Es soll nach körperlicher Anstrengung schneller fit machen. Außerdem wird ihm eine verjüngende Wirkung auf die Haut zugeschrieben.Kann(selten)starke Allergien hervorrufen.

Schwarzkümmelöl
enthält essentielle Fettsäuren, die für den Körper als Futterbaustein für die Abwehrkraft, bei Allergien und bei Fell- und Hautproblemen wichtig sind. wird angewendet bei Atemwegs- und Hauterkrankungen. Es stärkt außerdem das Immunsystem und wird häufig bei weiblichen Tieren in der Säugezeit verabreicht, um die Milchbildung positiv zu beeinflussen. Leider ist es sehr teuer. Es enthält mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3-Fettsäuren.

Sonnenblumenöl:
enthält viel Vitamin E und etwa 35% einfach ungesättigte Fettsäure (Ölsäure), 60% zweifach ungesättigte Fettsäure (Linolsäure), Omega-6-Fettsäuren. Sollte nur raffiniert, nicht chemisch extrahiert sein.

Walnussöl:
enthält 3/4 mehrfach ungesättigte Fettsäuren, (60% Linolsäure, 13% Linolensäure) und 17% Ölsäure sowie Vitamin B.Sehr hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren! Walnussöl setzt sich aus Palmitin-, Linol-, Linolen- und Ölsäure zusammen und enthält außerdem die Vitamine B1, B2 und B6, die wichtige Gehirnfunktionen unterstützen und Gereiztheit sowie Konzentrationsschwächen vorbeugen. Cholin und Lecithin bauen den Botenstoff Acetylcholin auf. Dieser sorgt für die Signalübertragung, also dafür, dass das Zusammenspiel zwischen den Nervenzellen im Gehirn richtig funktioniert, weiter sind noch Vitamin E, Polyphenole, Selen, Kupfer, Zink und Magnesium enthalten.

Weizenkeimöl
enthält Omega-3-Fettsäure, Omega-6-Fettsäuren (Ölsäure, Linol- und Linolensäure), Lecithin, Sterine, Vitamin D + E (E höchster Gehalt aller Öle), Betacarotin. Für Blatt- und Gemüsesalate, kalte Küche, Rohkost. Gut hautverträglich, Anwendung in der Kosmetik.

Es empfiehlt sich, mehrere Ölsorten im Wechsel zu verwenden.
Weitere Informationen zu Fettsäuren finden Sie hier